Der Kampf gegen Einbrecher – mit Sicherheitsfolie aufrüsten

Wenn sich Einbrecher Zugang zu Häusern verschaffen, tun sie dies meist über schlecht gesicherte Fenster. Dabei genügt ihnen oft schon ein einfaches Werkzeug wie ein Hammer oder ein Brecheisen, um mühe- und geräuschlos in das Innere des Gebäudes einzudringen. Entsprechend wichtig ist es für Mieter und Hausbesitzer, sich möglichst früh mit dem Thema Sicherheitstechnik auseinanderzusetzen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Einbruchschutzfolien.

Warum Einbruchschutzfolie?

Erfahrene Einbrecher sind in der Lage, Scheiben mit einem einfachen Hammer so einzuschlagen, dass sie nicht splittern oder klirren. Anschließend lösen sie einzelne Scherben aus, öffnen das Fenster und gelangen mit wenig Aufwand in das Innere des Hauses. Das Ganze läuft so schnell und geräuschlos ab, dass von den Bewohnern niemand etwas mitbekommt.

Um dem entgegenzuwirken, wurde Einbruchschutzfolie entwickelt. Unsichtbar auf die Scheiben aufgebracht stellt sie bei Gewalteinwirkung sicher, dass die Scheiben nicht herausgebrochen werden können, sondern fest aneinanderkleben. Möglich wird dies dank eines speziellen UV-beständigen Acrylatklebers und einer besonders dicken Folierung.

Zwar besteht grundsätzlich immer noch die Möglichkeit, dass Einbrecher das Fenster aufbrechen, allerdings dauert es wesentlich länger. Das erhöht wiederum das Entdeckungsrisiko, weshalb der Großteil der Einbrecher schnell von seinem Vorhaben abrückt und sich einem anderen Ziel zuwendet. Aktuellen Broschüren der Landespolizeibehörden zufolge werden die meisten Einbruchsversuche abgebrochen, wenn sie nicht innerhalb von fünf Minuten zum Erfolg führen.

Da die Folie mit geringem Zeit- und Kostenaufwand aufgebracht werden kann, eignet sie sich vor allem für diejenigen, die etwas für den Schutz ihres Zuhauses tun, dafür aber nicht erst aufwendige Umbauarbeiten vornehmen wollen.

Die Vorteile von Einbruchschutzfolie

Einbruchschutzfolie ist eine vielseitige und unkomplizierte Lösung zur Absicherung der eigenen vier Wände. Die wichtigsten Vorteile:

  • Einbrecher werden schnell abgeschreckt
  • Günstiger Preis
  • Pflegeleichtigkeit
  • Unsichtbar
  • Kein Glasausbau erforderlich
  • Reduziertes Verletzungsrisiko
  • Kombinierbar mit Blend-, Sicht- und Sonnenschutzfolie

Als kleiner Nachteil kann allenfalls angeführt werden, dass die Aufbringung der Folie ein wenig Geschick erfordert. Dem lässt sich aber leicht begegnen, indem man die Montage einem erfahrenen Experten überlässt. So ist sichergestellt, dass nicht etwa Lufteinschlüsse die Wirksamkeit einschränken oder der Kleber nicht optimal aushärtet.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Einbruchschutzfolien sind längst nicht nur auf die Absicherung von privat genutzten Gebäuden beschränkt. Sie werden überall dort angebracht, wo eine erhöhte Gefahr für Blitzeinbrüche besteht. Das ist zum Beispiel bei Schaufenstern von Juwelieren, Uhrengeschäften, hochwertigen Boutiquen und Elektronikgeschäften der Fall. Hier kann mit einer Sicherheitsfolie zuverlässig verhindert werden, dass Einbrecher schnell in das Gebäude eindringen.

Auch im öffentlichen Bereich kommen Einbruchschutzfolien zum Einsatz. Das gilt zum Beispiel für Glasflächen von Botschaften, Konsulaten und Finanzämtern. Hier spielen die Folien nicht zuletzt im Zusammenhang mit der stetig wachsenden Bedeutung der Terrorismusbekämpfung eine Rolle.

Da Einbruchschutzfolien mit ihrer zähelastischen Struktur Splitter binden, werden sie auch gern aus Sicherheitsgründen verlegt. Vor allem Familien mit Kindern schützen die unteren Bereiche ihrer Fenster oft damit. Ebenso stellen die Folien in Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen einen soliden zusätzlichen Schutz dar.

Darauf ist bei der Pflege der Folien zu achten

Geht es um die Pflege, unterscheidet sich Einbruchschutzfolie nicht von herkömmlichem Fensterglas. Wie Glas kann sie mit handelsüblichen Fensterreinigen behandelt werden. Auch die Verwendung von Geschirrspülmitteln ist kein Problem. Es ist lediglich darauf zu achten, dass es keine scheuernden Eigenschaften hat, da es sonst zu einer Beschädigung der Folie kommen kann. Dasselbe gilt, wenn man Tücher oder Schwämme verwendet. Am besten nutzt man ein weiches Reinigungstuch.

In Innenbereichen verlegte Folien sollten mindesteins einmal pro Jahr gereinigt werden. Im Außenbereich sollte mindestens drei Mal im Jahr eine Reinigung vorgenommen werden, im Dachbereich am besten vier Mal.

Auf Trockenreinigungen solle man grundsätzlich verzichten, da das Beschädigungsrisiko hier am höchsten ist.