So schützen Sie sich effektiv vor den Blicken neugieriger Nachbarn

Wer ein neues Eigenheim in einer Siedlung bezieht, muss sich früher oder später mit den Themen Sichtschutz und Privatsphäre beschäftigen. Dabei fragen sich viele Hausbesitzer, wie sie sich am besten vor neugierigen Blicken von Nachbarn schützen können. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie dabei achten müssen.

Warum ein Sichtschutz?

Vor allem in Neubaugebieten ist der nächste Nachbar oft nicht weit entfernt. Und auch, wenn man sich mit den Anwohnern gut versteht, möchte man doch auf seiner Terrasse und in seinem Garten sicher vor fremden Blicken sein. Ebenso will man auch im Haus seine Privatsphäre gewahrt wissen – vor allem, wenn man große Fensterfronten hat.

Deshalb sollte man sich frühzeitig mit dem Thema Sichtschutz auseinanderzusetzen. Die wichtigsten Möglichkeiten, die einem dabei offenstehen, sind Sichtschutzfolien, Zäune, mobile Markisen und Pflanzen.

Sichtschutzfolien – elegant und wirkungsvoll

Ein zentraler Aspekt beim Thema Privatsphäre ist der Sichtschutz der Fensterscheiben. Gerade bei großen Glasfronten möchte man vermeiden, dass Außenstehende ungehindert hineinsehen können.

Die unkomplizierteste Möglichkeit besteht hier in der Verlegung von Sonnenschutzfolie, die von außen wie ein Spiegel wirkt und ein Hineinsehen verhindert. Dabei ist aber zu beachten, dass diese Reflexionswirkung nur tagsüber zutage tritt. Sonnenschutzfolie reflektiert nämlich immer in die Richtung, aus der das meiste Licht kommt. Wird es also draußen dunkel und schaltet man innen das Licht an, kann man von außen wieder hineinsehen. Aus diesem Grund empfehlen sich zusätzliche Sichtschutzmaßnahmen.

Zäune – der klassische Sichtschutz

Auf den meisten Grundstücken stellen Zäune eine Abgrenzung und einen Sichtschutz in einem dar. Zu ihren Pluspunkten zählen dabei ganz klar ihre sehr gute Blickdichtigkeit und ihre Langlebigkeit. Bei der Errichtung eines Sichtschutzzauns sind aber einige Dinge zu beachten. Hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Vorgaben. Mitunter sind überdies kommunale Regelungen Bebauungs- und Flächennutzungspläne zu berücksichtigen.

Üblicherweise bedarf es bei der Errichtung eines Sichtschutzzauns von höchstens 1,80 Metern Höhe aber keiner speziellen Genehmigung. Voraussetzung hierfür ist, dass keine öffentlichen Verkehrsflächen beeinträchtigt werden. Wird die Höchstgrenze aber überschritten, gilt der Zaun entsprechend der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes als gebäudeähnlich, sodass die festgelegten Abstandsregeln für Häuser beachtet werden müssen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Materialauswahl. Häufig werden in Gärten, auf Balkons und auf Terrassen Sichtschutzmatten aus Bambus, Holz oder Weidenmatten eingesetzt.

Mobiler Sichtschutz – für mehr Flexibilität

Wer lediglich temporär einen Sichtschutz benötigt, kann auch auf mobile Lösungen zugreifen. Beliebt sind hier etwa klappbare Paravents. Auch gibt es Seitenmarkisen als rollbaren Sichtschutz, die unkompliziert horizontal montiert werden können. Hier nutzt man zwei im Boden verankerte Pfeiler, an denen das Markisentuch wie eine Leinwand oder eine Jalousie aufgespannt werden kann. Je größer die Blickdichte und je höher der Zaun ist, desto mehr Privatsphäre bietet der Sichtschutz.

Je nachdem, wie groß die einzuzäunende Fläche ist, kommt der Auswahl von Material und Farbe eine wichtige Bedeutung zu. So bieten zwar dunkle Farben und Gabionen einen guten Schutz vor unerwünschten Einblicken und teilweise auch einen Lärmschutz, allerdings können sie kleine Gärten optisch erdrücken.

Hecken – der natürliche Sichtschutz

Ein klassischer Sichtschutz im Garten ist die Hecke. Sie betont nicht nur seine natürliche Optik, sie ist auch widerstandsfähig und pflegeleicht. Ein paar Dinge sind dabei aber zu beachten.

So spielen vor allem die Boden- und Lichtverhältnisse, aber auch die klimatischen Bedingungen am zukünftigen Standort eine Rolle. In diesem Zusammenhang kommt es vor allem darauf an, wie schnell und hoch die Hecke wachsen soll. So haben laubabwerfende Hecken wie Hainbuchenhecken den Nachteil, dass sie im Winter all ihre Blätter verlieren, sodass der Sichtschutz in dieser Jahreszeit auf eine andere Art sichergestellt werden muss. Auf der anderen Seite verändern sie durch die Laubverfärbung regelmäßig ihre Optik, was dem Garten eine attraktive Note verleiht. Beliebt sind beispielsweise Spierstrauch, Feldahorn und Flieder.

Wer es sich einfacher machen will, entscheidet sich für schnellwachsende immergrüne Hecken. Diese müssen zwar regelmäßig gestutzt werden, bieten aber schneller und das ganze Jahr über einen verlässlichen Sichtschutz. Beliebte immergrüne Hecken sind Eibe, Kirschlorbeer und Lebensbaum.